Was Du von Corona für Deine Hochzeit lernen kannst

Corona ist eine verrückte Zeit für uns alle: unser Alltag musste sich ziemlich schnell ändern und so vieles wurde auf dem Kopf gestellt. Hochzeiten mussten abgesagt oder verschoben werden. Viele Brautpaare mussten entscheiden, ob der geplante Termin bleibt, wie lange man noch abwartet, wie hoch das Risiko für die Gäste wohl ist. Definitiv keine leichte Zeit – wer lebt schon gern mit so vielen Fragezeichen im Kopf und der ständigen Gefahr, dass man sich selbst oder jemand anderes ansteckt?
Die Gespräche mit meinen Brautpaaren waren auch alle sehr unterschiedlich: voller Angst, Schock, Unwissenheit, aber auch Hoffnung und Zuversicht. Und mir ging es natürlich nicht viel anders. Bei mir überwiegen zwar die optimistischen Gedanken, aber auch ich habe mehrere Phasen in der Corona-Zeit durchlebt. Und doch sind mir nun einige positive Erkenntnisse aus dieser Zeit gekommen, die ich Dir hier für die Hochzeitsplanung mitgeben möchte:

1. Flexibilität

Stures an Plänen festhalten bringt im Zweifelsfall nicht viel. Natürlich sind Pläne wichtig – nur so weiß jeder, wohin die Reise gehen soll, was gemacht werden soll und wie es aussehen soll, aber monatelanges Planen ist genauso wichtig wie Flexibilität. Das bedeutet, dass Du offen für neue Lösungen sein solltest, um dein Wunschziel trotzdem erreichen zu können oder wenigstens nah dran zu kommen. Was das genau heißt? Ist natürlich von Fall zu Fall unterschiedlich. In der aktuellen Corona-Situation heißt es z. B. die Gästeanzahl minimieren, jetzt zu zweit Heiraten und später in großer Runde feiern oder komplett verschieben.

2. Gute Kommunikation

Offen und ehrlich kommunizieren ist meiner Meinung nach sowieso enorm wichtig für eine gute Hochzeitsplanung. In Fällen, wenn etwas anders als geplant verlaufen muss, ist sie gold wert. Sprich lieber frühestmöglich mit Dienstleistern über eine mögliche Planänderung, hole ihn ins Bott und frage, wie es aus seiner Sicht am besten zu lösen ist. Das ist besser als wenn Du alles festlegst und die Dienstleister vor vollendete Tatsachen stellst. Ganz frei nach dem Motto „friss oder stirb“. Das ist keine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und niemand möchte so behandelt werden. Wenn Du also früh mit deinen Dienstleistern Szenarien besprichst, dann wissen sie auch, woran sie sind, fühlen sich wertgeschätzt und so findet ihr gemeinsam eine gute Lösung.

3. Die richtigen Dienstleister

Mit dem richtigen Team im Hintergrund lässt sich nicht nur entspannter heiraten, sondern nur so hat man auch gute Gesprächspartner, wenn es mal anders als geplant verläuft. Richtige Dienstleister verhalten sich meiner Meinung nach so, dass das Ergebnis für Euch als Brautpaar immer oberste Priorität hat. Die Qualität sollte also nicht leiden. Natürlich muss jeder Dienstleister aber auch wirtschaftlich handeln, sonst macht es langfristig keinen Sinn. Daher sind richtige Dienstleister für mich auch diejenigen, die Euch gut beraten und Lösungen vorschlagen, mit denen allen geholfen ist und die ggf. auch mal außerhalb der eigenen AGBs Lösungen finden. Ich sage nun nicht, dass nur die „richtigen“ Dienstleister alle Änderungen pro Bono leisten und am besten noch mehr leisten als eigentlich verabredet – aber es hilft schon, wenn hier und da mal ein Auge zugedrückt wird. Es ist für alle Beteiligten eine besondere Situation und was hier am meisten hilft sind Lösungen und die Orientierung auf das Ziel: Eure Traumhochzeit.

4. Was wirklich zählt

Entschuldige, wenn es jetzt etwas kitschig klingt, aber was uns diese Auszeit gelehrt hat ist doch, was wirklich zählt. Wer steht Euch besonders nahe, wer hat Euch in dieser Zeit besonders gefehlt und vielleicht gibt es auch Personen, die Euch enttäuscht haben? Es hat Dir aber mit Sicherheit auch gezeigt, was Dir bzw. Euch beiden besonders wichtig ist und die Hochzeitsplanung mit etwas mehr Gelassenheit anzugehen.

5. Verträge

Verträge sind nicht gerade besonders beliebt, manchmal werden sie belächelt und manche haben einfach eine Scheu davor. Dabei sind sie so wichtig – egal ob es eine Corona-Pandemie ist oder irgendetwas anderes. Hierin ist beschrieben, was im Ernstfall geschehen soll. Was mit der Anzahlung geschieht oder auch mit dem Restbetrag. Welche Rechten und Pflichten sowohl ihr als auch der Dienstleister haben. Das gute an Verträgen ist, dass sie geschrieben werden, wenn alles in Ordnung ist und keine Emotionen im Spiel sind. Stell Dir vor, Du musst Themen wie Zahlungsbedingungen und Leistungserbringung klären, wenn es einfach eine unsichere Zeit ist. Wenn Angst und eventuell auch Wut mitspielen, könnt ihr froh sein, wenn schon die Basis festgeschrieben ist.

Foto: Raphael Kellner mehr Fotos von diesem Brautpaar findest du hier